Naturheilpraxis Karin Putfarken
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Schock-Trauma Arbeit

Katastrophen, Unfälle, Übergriffe, Gewalt, Verbrechen,Operationen oder eine plötzliche schwere Erkrankung, Tod eines geliebten Menschen, Scheidung, Familienzerrüttung durch andauernden Haß und Streit, konnen unser Leben erschüttern und von Grund auf verändern.

Es gilt zu unterscheiden zwischen akuten Traumen durch Unfälle, Tod etc. und sich schleidchend entwickelnden Traumen, wie Beziehungstraumen oder Traumen, die schon in frühester Kindheit entstanden sind, durch Liebesentzug oder Mißbrauch aller Art, plötzliche Trennung von den Eltern.

In meiner Arbeit geht es erst einmal nicht um die Behandlung akuter körperlicher Verletzungen durch Unfälle, sondern um die sich schleichend entwickelnden psychischen Traumen wie sie oben beschrieben sind, obwohl sich nach einem schweren Urfall auch ein Schockzustand entwickeln kann, aus dem man nicht mehr herausfindet.

Bestimmte Situationen, Geräusche oder Schreie können die ganze Unfallszene wieder aufleben lassen.
Bei den Verlust-, Beziehungs- oder Mißbrauchstraumen ist es ähnlich. Gewisse Verhaltensmuster, Gesten oder die Mimik anderer Personen, Musik, Stimmen etc, können einen sogenannten "Flashback" , d.h. kurze Erinnerungen auslösen. Diese Reaktionen laufen im Unterbewußtsein ab und können nicht über das bewußte Denken gesteuert werden. Die Betroffenen können ihre Ängste oder Panikattacken oft selbst nicht verstehen, aber auch nicht mit innerer Beherrschung unter Kontrolle bringen, im Gegenteil.
Beschwichtigungen von Seiten Dritter - man bräuchte keine Angst zu haben oder man müsse sich einfach nur ein bisschen zusammenreißen - helfen hier nicht viel, da sich der oder die Betroffene ja schon so viele Male bemüht haben, z.B. nicht ängstlich zu sein, bzw. nicht auszurasten. Dies wird dann von den Betroffenen als eigene Schwäche gewertet und verschlimmert ihre Situation noch mehr.
Bestimmte Ereignisse oder Gefühle, wie bereits oben genannt, die sogenannten "Trigger" können auch Re-Traumatisierend wirken, d.h. man rutscht wieder in diesen Schockzustand hinein. Die einen fühlen sich in dieser Situation völlig gelähmt und sind handlungsunfähig, die anderen reagieren mit einem Fluchtverhalten, rennen weg, geraten in Panik, es kommt zu Herzklopfen und anderen körperlichen Sylmptomen.

Ein Trauma kann entstehen, wenn ein plötzliches, überwältigendes Ereignis auf den Organismus trifft oder wir über einen langen Zeitraum in einer Situaiton bzw. Beziehung gelebt haben, wo wir nicht angemessen reagieren konnten, in gewisser Weise ausgeliefert waren, z.B. als mißhandeltes Kind.
In beiden Fällen waren weder Kampf noch Flucht möglich. Dadurch gerät der Organismus in einen Zustand höchster Erregung, gekoppelt mit gleichzeitiger Erstarrung. Diese Erergie kann nicht in Handlung oder Flucht umgesetzt werden und führt so über kurz oder lang zu vielen Symptomen wie z.B. Schmerzen, Schlafstörungen, Depressionen, Agressionen, Angst, Panik, Herzrasen.
Diese Symptome nennt man auch "Posttraumatische Belastungsstörung" = PTBS und können durch bestimmte "Trigger" immer wieder ausgelöst werden.

In der Traumaarbeit geht es darum, diese Reaktionsstarre wieder zu aktivieren, wieder handlungs- und bewegungsfähig zu werden.
Früher hat man dazu die Klienten nochmal das Trauma durchleben lassen, was aber häufig "Re-Traumatisierend" wirkte - den Patienten ging es danach noch schlechter.

Traumaarbeit findet heute immer im "Hier und Jetzt" statt, wobei es verschiedene Möglichkeiten zur Stabilisierung und Ressourcenfindung gibt, z.B.:

Imaginative Therapien:
z.B. Arbeit am "Sicheren Ort". Hier geht es darum, in der Vorstellung einen imaginären oder realen Ort zu finden, der uns Schutz und Sicherheit vermittelt und wo nur wir den Zugang haben.

Körperbewußtsein und Körperwahrnehmung:
Hier geht es darum, das Denken und Fühlen wieder in Einklang zu bringen. Körpergrenzen spüren und bewußt Rückzug oder Kontakt suchen.

Vogelperspektive:
Angespannte Situationen oder Situationen, die uns Angst machen, werden aus einem sicheren Abstand heraus betrachtet, der sogenannten Vogelperspektive. Es geht darum, einen anderen "Blick" für die uns belastende Situation zu bekommen, um so angemessener reagieren zu können.

Halten und gehalten werden:
Wer Hautkontakt bzw. Berührung mag, dem kann "Gehalten werden" sehr viel innere Sicherheit vermitteln bzw. den Klienten wieder mehr "erden".

Bei all diesen Therapiemöglichkeiten lernen die Klienten, sich in ihrem Körper wieder sicherer zu fühlen und den Alltag besser zu bewältigen.

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