Naturheilpraxis Karin Putfarken
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Ernährung und Gesundheit

Paracelsus sagte schon:

"Laßt Eure Nahrung eure Medizin sein und eure Medizin eure Nahrung"

Prof. Kollath stellte fest:

"Laßt eure Nahrung so natürlich wie möglich"

Durch die industrielle Verarbeitung unserer Lebensmittel haben sich auch unsere Ernährung und Ernährungsgewohnheiten stark verändert.

Gab es um die Zeit von Christus noch nicht einmal einen Begriff für Zucker - weil man Zucker nicht kannte - so können wir uns heute Zucker und auch andere Nahrungsmittel nicht mehr aus unserer Ernährung wegdenken.

Doch mit Einzug der Industrialisierung vor über 100 Jahren und dadurch bedingte Veränderung und Haltbarmachung der Lebensmittel traten immer mehr bestimmte chron. Erkrankungen in den Vordergrund. War man noch vor 100 Jahren der Ansicht, man müsse möglichst konzentrierte Nahrung, z.B. Zucker und Auszugsmehle zu sich nehmen, um genügend Energie zu haben, so weiß man heute, daß der Nahrung dann wichtige Bestandteile fehlen, z.B. Vitamine, Mineralien, Enzyme, Aromastoffe, Begleitstoffe, Bioaktive Substanzen und Ballaststoffe.

Ballaststoffe wurden damals so genannt, weil man dachte, sie wären nur Ballast für Magen und Darm und würden nutzlos wieder ausgeschieden. Inzwischen weiß man um die verdauungsfördernde und entgiftende Funktion der Ballaststoffe.

Zucker und Kohlenhydrate

Der Spruch : "Zucker sparen grundverkehrt, der Körper braucht ihn - Zucker nährt" war sogar ein Werbespruch in den 50ger Jahren.

Natürlich brauchen unsere Muskeln und unser Gehirn Zucker! Zucker ist ein wichtiger Energielieferant, doch kommt es auf die Art des Zuckers an. Weißer Zucker enthält praktisch kaum mehr Mineralien und Vitamine. Aber gerade diese braucht der Körper, um den Zucker richtig in Energie umwandeln zu können.
Konzentrierter Zucker und isolierte Kohlenhydrate, aber auch versteckte Zucker in Getränken, Fertignahrung und Gebäck etc. können, da sie schnell ins Blut gehen - kurzfristig hohe Blutzuckerspiegel entstehen lassen. Es wird daraufhin sehr viel Insulin von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet, was bewirken kann, daß wir plötzlich im Unterzucker sind, obwohl wir viel Zucker gegessen haben. Dann werden wir zittrig, bekommen Heißhunger und sind in dieser Phase der Unterzuckerung auch leichter anfällig für Infektionskrankheiten.

Zucker und Kohlenhydrate in Form von Obst, Gemüse und Vollkornprodukten bewirken einen langsam ansteigenden Zuckerspiegel im Blut und dadurch eine ausgeglichene körperliche und geistige Leistungskraft.

Der Körper ist auch in der Lage, ein zuviel an Kohlenhydraten, die nicht für die Energiegewinnung benötigt werden - in Fett umzuwandeln.
Hierzu ein Beispiel, das uns Dr. Bruker gern erzählte:
Um 100 g weißen Haushaltszucker herstellen zu können, benötigt man 3 1/2 Pfund Zuckerrüben. Wir sind sehr wohl in der Lage, 1OOg Zucker pro Tag zu verdrücken, aber wir werden es nicht schaffen, 3 1/2 Pfund Zuckerrüben an einem Tag zu essen. Weißer Zucker ist also ein Konzentrat und enthält kaum mehr Vitamine und Mineralien, im Gegenteil - er entzieht u.U. dem Körper wichtige Vitamine + Minerale, z.B. Vitamin B + Calcium.

Heute werden die Kohlenhydrate nach dem Glycämischen Index = GI, bzw. der Glycämischen Last = GL eingeteilt; d.h. wie schnell läßt sich eine bestimmte Menge Glucose 2 Stunden nach einer Testmahlzeit im Blut nachweisen.
Lebensmittel mit einem hohen GI gehen schnell ins Blut und erzeugen kurzfristig hohe Blutzuckerspiegel, Lebensmittel mit einem niedrigen GI müssen im Magen erst aufgeschlossen werden, der Zucker geht dadurch langsam ins Blut und liefert dadurch einen gleichmäßig ansteigenden Zuckerspiegel, der erst nach ca. 5 Stunden wieder abfällt. Deshalb sind wir mit den sog. langsamen Zuckern ausdauernder und leistungsfähiger.

Fette + Öle

Fette haben sehr vielfältige Aufgaben im Organismus. Heute wissen wir, daß Fett nicht gleich Fett ist und der Körper hauptsächlich die "gesunden" Fette braucht, die ungesättigten Fettsäuren. Wichtige Funktionen dieser sog. essentiellen Fettsäuren sind:

- Ausgangsstoff zur Bildung von Membranen und Zellen.
- Bildung von Hormonen.
- Träger der fettlöslichen Vitamine A,D,E,K.
- Bestandteil der Gewebe und des Nervensystems.
- Ausgangsmaterial zur Bildung von Gallensalzen.

Ohne Fette wäre der Körper nicht lebensfähig. Sie haben ganz wichtige und vielfältige Funktionen im Stoffwechselgeschehen. Da Fette so wichtige Aufgaben im Organismus zu erfüllen haben ist es wichtig,  Fette und Öle zu sich zu nehmen, die der Körper wirklich braucht, d.h. kaltgepresste Öle, die noch einen hohen Anteil der ungesättigten Fettsäuren enthalten. Dentaturierte Fette und gesättigte Fettsäuren können o.g. Aufgaben nicht mehr ausreichend erfüllen. Gerade beim Abnehmen spielen die fettlöslichen Vitamine eine entscheidende Rolle, fehlen sie, so kann u.U. Körperfett nicht richtig abgebaut werden.

Eiweiß

Eiweiße bzw. Proteine sind die Grundbausteine des Körpers. Eiweiße sind der wichtigste Stoff zum Aufbau der Zellen. Sie spielen im Muskel- und Nervensystem, bei Hormonen und zur Bildung von Gallensäuren eine bedeutende Rolle.
Doch es ist nicht nötig, jeden Tag Fleisch zu essen. Es gibt sehr hochwertige pflanzliche Eiweiße, die zudem auch leichter verdaulich als Fleisch sind. Dazu gehören: Bohnen, Linsen, Nüsse, Vollgetreide, Tofu, Sprossen und Algen, sowie bestimmte Pilze, z.B. Shiitake-Pilze. Durch die richtige Kombination dieser Lebensmittel kann man auch weitgehend vegetarisch leben.

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